Erstkommunion 2020 – etwas anders als gewohnt

Erstkommunion 2020 - eine ganz besondere Erfahrung

 

Kommunion, das heißt, wir feiern Gemeinschaft mit Jesus und untereinander.
„Wie können wir Gemeinschaft feiern, wo wir doch auf Abstand zueinander gehen müssen?“ „Wie geht das, einen festlichen Gottesdienst feiern – ohne Gemeindegesang?“
Es schien wie die Quadratur des Kreises. Das haben wir in diesem Jahr versucht und in Nachhinein betrachtet, ist uns das ganz gut gelungen. Denn die Rückmeldungen, die ich bekommen habe, sagten alle: „die Feier was etwas ganz Besonderes, sehr persönlich, ruhig, besinnlich, ergreifend und auch festlich. Die wenigen Kinder standen im Mittelpunkt und waren sehr konzentriert bei der Sache.“

 

 

Nach einem kleinen feierlichen Einzug  erhielten die Kommunionkinder von Pater John-Peter das Licht der Osterkerze.
Dabei wurde jedem Kind ein Zuspruch mit auf den Weg gegeben, z. B.  „Mit dem Licht der Osterkerze sagt Jesus zu dir, Sophie, ich will dein Leben hell machen.“

Die Kinder erneuerten mit einem dreimaligen, kräftigen „Ja, ich will“ ihr Taufversprechen und stellten ihre entzündeten Kommunionkerzen auf blaue Bänder, die die Osterkerze schmückten. Die blauen Bänder waren ein Bild  für den Freundschaftsbund, den sie mit Jesus schon in der Taufe eingegangen sind.

Durch die Taufe sind wir mit Jesus verbunden, und über Jesus mit allen Getauften. Jesus ist unsere Mitte, unsere Brücke, die uns alle miteinander verbindet.


Genau das feiern wir auch in jeder Kommunionfeier. Im heiligen Brot verbinden wir uns mit Jesus. Er kommt uns ganz nah und über Jesus sind wir mit all den Menschen verbunden, die mit uns Kommunion feiern.

 



Wir sollen, wie Jesus Brückenbauer sein. Die Kommunionkinder stellten ihren Familien und Gästen mit einzelnen Brückenbausteinen ihre Gedanken dazu vor, wie wir selbst Brücken zu anderen bauen können.

Die Liebe Jesu, die den Tod am Kreuz auf sich nahm, gibt uns immer wieder Kraft, zum Brücken bauen. Sie verbindet uns und schenkt uns immer wieder neuen Mut, uns für ein gutes Miteinander stark zu machen und den Frieden zu suchen.

Jesu Liebe will uns ein erfülltes Leben im Miteinander und Füreinander schenken.

Mein besonderer Dank gilt den vielen Musiker*innen und Sänger*innen, die die Gottesdienste so feierlich und festlich haben werden lassen. Vielen herzlichen Dank an Andreas Held, Daniela Gotta, Bärbel Beichler, Martina Disser, Cornelia Kern, Christina Rebmann, Rita Scherf, Björn Simon, Helga und Dirk van Eck, Isabella Kohoutek, Stephanie Stefanides, Christian Glaab, Anne Wiegmann, Lucia Herdt-Oechler, Eva Wennemuth und Bettina Winter, die abwechselnd, in kleiner Besetzung die neun Gottesdienste mit Musik und Gesang von der Empore aus gestaltet haben. Besonders berührt haben die Dank- und Segenslieder.

Vielen Dank möchte ich zum Schluss auch noch einmal den Katechet*innen sagen, die die Kinder die ganze Zeit über begleitet und mich mit ihren Ideen unterstützt haben. Das waren in diesem Kurs: Ottilia Kremer, Elisabetta Völker, Petra Cimen, Sabrina Gilmer, Verena Koepke, Clarissa Lohse, Hermine Jünger, Judith Winheim, Claudia Bunke, Bettina Wiesch, Michael Hörter, Marinko Arar, Norma Damjanac, Brigitte Stern-Gerstner, Se-Iny Choi-Kim, Angelika Resch und Angelika Wade.

Das Corona-Virus zwingt uns immer wieder  umzudenken und neu zu planen. Vier Kommunionkinder waren davon besonders betroffen, als es am Vorabend ihrer Erstkommunionfeier hieß, sie müssen in Quarantäne gehen, weil ein Mitschüler positiv auf Covid 19 getestet worden war. Die Trauer und Enttäuschung waren riesengroß. Alles war vorbereitet, der Besuch schon da. Gott sei Dank hat sich kein Kind angesteckt. Nun machen sich die Familien Gedanken, wie wir die Feier der Erstkommunion nachholen können.

Wir bauen Brücken über tiefe Gräben, Brücken in die ganze Welt. 
Und über diese Brücken gehn die Kinder unter Gottes Himmelszelt.

Beieinander leise stehen, schafft Vertrauen und tut gut.
Gott in jedem Menschen sehen, schenkt zum Frieden neuen Mut.